Wenn Kinder zappelig sind und sich zu Hause und in der Schule schlecht konzentrieren können, ist schnell von ADHS die Rede – häufig zu schnell. Die Symptome von ADHS sind nämlich vielfältig, die Ausprägung ganz unterschiedlich. Vermutlich mit ein Grund, weshalb die Störung in der Gesellschaft immer noch kontrovers diskutiert wird und viel Unklarheit herrscht. Ist es überhaupt eine Störung oder nur eine Erfindung der Pharma, um mehr Psychopharmaka wie Ritalin zu verkaufen? Und gibt es andere Therapieformen ohne Medikamente?

Darüber sprechen wir mit Susanne Walitza, Professorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an der Universität Zürich sowie Ärztliche Direktorin des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich. Sie ist überzeugt, dass ADHS ausserhalb der Schule auch Vorteile haben kann. So konnte sie in einer Studie beispielsweise zeigen, dass Kinder mit ADHS explorativer entscheiden – sich also nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden geben und länger als nicht-betroffene Kinder nach alternativen, besseren Lösungswegen für Probleme suchen.

3. Dezember 2019
19:00 bis 21:00 Uhr
Stadtbibliothek Winterthur
Tickets unter wissenschaft-persoenlich.ch/tickets/

«Wissenschaft persönlich» ist ein Live-Event, in dem Gäste aus der Wissenschaft nicht nur über Fakten reden, sondern auch über sich selbst – über ihre Begeisterung, ihre Niederlagen und ihre Träume. Der rund einstündige Talk findet monatlich in der Stadtbibliothek Winterthur statt.
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