Ein ausgestopfter Braunbär schaut in die Kamera
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Unser Wissen über Tiere ist nicht nur geprägt von wissenschaftlichen Fakten. Wie stark Überlieferungen unser Bild von Tieren beeinflussen, zeigt sich am Beispiel des Braunbären. In Märchen und Geschichten verkommt Meister Petz nicht selten zum kuscheligen, manchmal schusseligen Teddybären. Braunbären sind uns jedoch in Kraft und Schnelligkeit überlegen. Und sie sind sehr lernfähig: Immer wieder lernen einzelne Tiere, dass sie in der Nähe von Menschen Futter finden. Mit gezielten Massnahmen lässt sich das Auftreten von Bären in menschlichen Siedlungen zwar mindern. Dennoch ist bei Begegnungen mit ihnen Vorsicht geboten – Bären sind weder kuschlig noch gemütlich.

Ob schlau, hinterlistig oder gutmütig – in Märchen verkörpern Tiere menschliche Eigenschaften und prägen damit unser Tierbild. Oft stehen diese Bilder dem sachlichen Umgang mit Wildtieren jedoch im Wege. Im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld widmet sich die aktuelle Ausstellung «Grimms Tierleben» zehn Tierarten aus den Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Indem die Märchen der biologischen Wirklichkeit gegenüber gestellt werden, verbindet die Ausstellung Fantasie und Wissenschaft und fordert dazu auf, die eigenen Vorstellungen von Wildtieren zu hinterfragen.

Die Ausstellung «Grimms Tierleben» ermöglicht einen ungewohnten Blick auf bekannte Wildtiere. Im geheimnisvollen Märchenwald sind Fuchs, Wolf, Bär, Rabe, Eule, Spatz, Hase, Igel, Hirsch und Hausmaus als eindrückliche Präparate anzutreffen und lassen sich mit einem Zauberstab zum Reden bringen. Im Wald findet sich aber auch ein Forschungscamp. In kurzen Filmen berichten Zoologinnen und Biologen darin von ihren Forschungsarbeiten mit Tieren und spiegeln so den märchenhaften Blick auf die Tiere an der biologischen Wirklichkeit.

«Grimms Tierleben» bis 19. August 2018
Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 24
8500 Frauenfeld
www.naturmuseum.tg.ch
Dienstag bis Samstag 14 – 17 Uhr
Sonntag 12 – 17 Uhr
Schulklassen Dienstag bis Freitag 8 – 12 Uhr nach Vereinbarung
Eintritt frei

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