Drei weisse Schiffscontainer der EKZ, darin (nicht sichtbar) die Batteriezellen.
Bild: EKZ Geballte Ladung Strom: In diesen Containern befinden sich die Batteriezellen, die zusammen die bisher grösste Batterie der Schweiz bilden.
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Ob für die Schreibtischlampe, den Backofen oder den Handyakku: Der Strom, den Geräte verbrauchen, muss auch wieder ins Stromnetz eingespeist werden. Nur so bleibt das Netz stabil. Mit dem Zubau von erneuerbaren Energien wird das Stromnetz allerdings komplizierter zu steuern. Denn Sonnen- und Windstromanlagen sind tückisch – es lässt sich nur schwer voraussagen, wie viel Energie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt liefern. Umso wichtiger wird die sogenannte Regelenergie: Energie, die je nach Bedarf ins Netz eingespeist oder daraus abgezogen wird, um Schwankungen auszugleichen.

In der Schweiz sind dafür vor allem die Wasserkraftwerke zuständig. Sie können Schwankungen innert einer halben Minute ausgleichen. Eine neue und schnellere Alternative sind grosse Batteriespeicher. Den zweiten und bisher grössten in der Schweiz haben nun die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ in Volketswil in der Nähe von Zürich gebaut. Heute Dienstag hat er seinen Betrieb aufgenommen.

Der neue Batteriespeicher – er besteht aus drei Schiffscontainern, die Lithium-Ionen-Batteriezellen enthalten – hat eine Leistung von 18 Megawatt und eine Speicherkapazität von 7500 Kilowattstunden. Das entspricht einer Million Akkus eines iPhone 8. Mit dieser Energie könnte die Megabatterie 600 durchschnittliche Vierpersonenhaushalte einen Tag lang mit Strom versorgen. Doch dafür ist sie nicht gedacht. Sondern dafür, schneller als Wasserkraftwerke auf Schwankungen im Stromnetz reagieren zu können – innerhalb von nur wenigen Sekunden. Und: In Zukunft sind weitere Anwendungen solch riesiger Batterien denkbar. Beispielsweise als Sicherheitsnetz für Orte, an denen niemals der Strom ausfallen darf, etwa Rechnungszentren.

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