Wo wurden die Teigwaren erfunden?

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In China wurde ein rund 4000 Jahre alter Topf gefunden, der Spuren von Nudeln enthielt. Das ist der bisher älteste archäologische Nachweis von Teigwaren. So müssen die Italiener wohl einsehen, dass sie nicht als die Erfinder der Pasta gelten können. In Italien und Griechenland gibt es 2000 Jahre alte Funde. Sie widerlegen den Mythos, dass Marco Polo das Nahrungsmittel von einer Chinareise in sein Heimatland zurückgebracht haben soll – denn er hat im 13. und 14. Jahrhundert nach Christus gelebt. Wer die Nudeln nun tatsächlich erfunden hat, ist bis heute unklar. Wahrscheinlich entwickelte sich die Zubereitung der Teigwaren an mehreren Orten unabhängig voneinander.

Was ändert sich durch die Zugabe von Salz ins Nudelwasser?

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Wenn sich die Wassermoleküle bei steigenden Temperaturen so schnell bewegen, dass sie sich voneinander lösen und verdampfen, ist der Siedepunkt erreicht. Salz im Wasser bewirkt aber, dass sich die Wassermoleküle an die Salzmoleküle binden. Folglich müssen sich die Wassermoleküle noch schneller bewegen, um sich vom Salz loszureissen, was eine höhere Temperatur erfordert. Dieses Phänomen nennt man in der Chemie Lösungseffekt. Reines Wasser kocht bei 100 Grad Celsius, Salzwasser erst bei etwa 102 Grad Celsius. Länger dauert die Zubereitung von Nudeln im Salzwasser allerdings nicht: Dadurch, dass Du sie bei höheren Temperaturen kochst, werden die Teigwaren schneller gar. Das lässt sich zwar physikalisch berechnen, merklich Zeit oder Energie sparst Du aber leider nicht. Dafür hat das Salzen einen zweiten Vorteil: Die Nudeln behalten ihren Geschmack. Denn wenn Du das nicht tust, geschieht ein Ausgleich der Salz-Ionen zwischen Pasta und Wasser. Das heisst, den Nudeln wird Salz entzogen. Der Fachbegriff für diesen Vorgang lautet Osmose.

Spaghetti Bolognese bringt nicht nur Kinderaugen zum Leuchten. Mit welcher Zutat kannst Du beim Kochen die Wirkung auf die Umwelt am effizientesten beeinflussen?

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Hackfleisch ist die Zutat in der Bolognese, die am schädlichsten ist für die Umwelt. Denn der Ressourcenverbrauch ist sehr hoch, nicht zuletzt, weil die Tiere pflanzliches Futter fressen, dessen Anbau viel Platz, Energie und Wasser verbraucht. Wenn Du die Bolognese mit Rindfleisch zubereitest, ist die Umweltbelastung gross, denn Rinder sind Wiederkäuer und stossen bei der Verdauung Methan aus. Weniger schädlich ist Hackfleisch vom Schwein. Am ökologischsten ist es, wenn Du ganz aufs Fleisch verzichtest und stattdessen mit Tofu kochst. Für die Sauce verwendest Du am besten saisonale Schweizer Tomaten, die zwischen Juni und September wachsen. Olivenöl wird nur in kleinen Mengen gebraucht, weswegen es keinen grossen Unterschied macht in der Ökobilanz einer einzelnen Mahlzeit. Ein Kilogramm Olivenöl aus Italien belastet die Umwelt allerdings fast gleich stark wie ein Kilogramm Schweizer Rindfleisch. Denn auch hier werden bei der Produktion sehr viele Ressourcen gebraucht und es entstehen grosse Abfallmengen bei der Herstellung.

Welcher Bestandteil ist in den klassischen Teigwaren immer enthalten?

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Zur Herstellung von Pastateig wird Mehl mit hoher Klebrigkeit benötigt, welche durch Klebeproteine in den Getreidekörnern entsteht. Die Körner des Hartweizens enthalten solche Proteine, deshalb ist Hartweizengriess meist in Pasta drin. Griess ist ein Begriff für Teilstücke des Getreidekorns mit einer Grösse von 0,3 bis 1 Millimeter. Eier sind nicht zwingend Teil des Pastateigs. Nudeln bestehen zu etwa 70 Prozent aus Kohlenhydraten in Form von Stärke. Auch Mineralstoffe wie Phosphor, Eisen und Magnesium weisen sie auf.

An wen oder was glaubt ein Pastafari?

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Das fliegende Spaghettimonster ist die Gottheit einer Religionsgemeinschaft, deren Mitglieder sich Pastafari nennen. Bei der Bewegung, die vom amerikanischen Physiker Bobby Henderson im Jahr 2005 gegründet wurde, handelt es sich um eine Religionsparodie. Er wollte mit seiner Aktion die Lehre der Evolutionstheorie verteidigen. In einem offenen Brief forderte er die Schulbehörde von Kansas auf, seine Glaubenstheorie wie die kreationistische im Unterricht zu vermitteln. So wollte er darauf aufmerksam machen, dass religiöse Inhalte im naturwissenschaftlichen Unterricht nichts zu suchen haben. Auch in der Schweiz gibt es Anhänger der satirischen Gemeinschaft.

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