Die aktuelle COVID-19-Krise hat deutlich gezeigt, wie entscheidend eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Politik im Ernstfall ist. Zu oft bleiben wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlichen Krisen ungenutzt oder finden viel zu spät Eingang in politische und gesellschaftliche Lösungen.

Die Ideenschmiede reatch lanciert deshalb nun einen Ideenwettbewerb: Gesucht sind Ideen, welche Krisen von morgen identifizieren und gleich auch eine Lösung präsentieren. Die Grundfragen sind dabei: Wie können die Wissenschaften helfen, dieses Problem zu beheben? Welche konkreten Veränderungen braucht es dazu in Politik und Gesellschaft? Welche Akteure und Organisationen müssen dabei mithelfen?

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reatch vernetzt junge Forschende und ist Kooperations-Partner von higgs. «Wir haben während der Corona-Krise einerseits gesehen, dass die Forschung, die im Vorfeld geleistet wurde, zentral war», sagt Servan Grüninger, Präsident von reatch. «Andererseits wurde deutlich, wie wichtig die reibunglose Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und Medien ist.» Der Wettbewerb soll nun Ideen hervorbringen, welche unsere Gesellschaft für künftige Krisen besser wappnen. «Wir haben gemerkt, dass viele Ideen da sind. Forschende sind bei vielen Themen an der Quelle und sehen Probleme im Voraus kommen. Meistens fehlt aber der Austausch mit anderen Wissenschaften, der Politik und der Zivilgesellschaft.» Das sollen der Ideenwettbewerb und der der ebenfalls erst gegründete Policy-Innovation-Hub von reatch nun ändern.

Du weisst, wie die Wissenschaften zusammen mit Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft den Klimawandel stoppen können? Wie die digitale Zukunft nachhaltig gestalten werden sollte? Oder wie die Sicherheit von Patientinnen und Patienten verbessert werden kann? Oder hast du eine zündende Idee, wie sich wissenschaftliche Kompetenzen besser zugänglich machen lassen oder wie die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik verbessert werden kann? Dann schicke die Idee bis zum 2. Oktober an reatch!

Hier geht es zum Bewerbungsformular.

Die Ideen sollen in Form eines Essays zum Thema «Mit den Wissenschaften Krisen meistern, bevor sie entstehen» auf Deutsch, Französisch oder Englisch eingereicht werden. Es können sich auch Teams bewerben.

Einerseits gibt es Preisgelder bis zu 1000 Franken zu gewinnen. Andererseits, und das dürfte der eigentliche Hauptpreis sein, gewinnt eine Idee den Sonderpreis: Es wird das erste Projekt in dem neu gegründeten Policy-Innovation-Hub sein. reatch unterstützt die Gewinner hier bei der Umsetzung der Idee. Die Ideenschmiede hilft, von Entscheidungsträgerinnen und -trägern in Politik und Verwaltung gehört zu werden und stellt Kontakte zu Wissenschaft, Verwaltung und Politik her. Das Community-Building wird betreut und der Idee öffentlich Sichtbarkeit verschafft.

Essays, die sich für den Sonderpreis – die Unterstützung durch den Policy-Innovation-Hub – qualifizieren möchten, müssen sich an einem der fünf Schwerpunktthemen von reatch orientieren: Verantwortungsvolle Wissenschaften, digitaler Wandel, Ressourcen für morgen, Mensch & Gesundheit oder Kulturen der Gegenwart.

Die Vorauswahl der Finalisten sowie die Auswahl der Gewinnerinnen oder Gewinner des Sonderpreises wird vom reatch-Policy-Team vorgenommen. Die Bewertung der Finalideen übernimmt eine Jury bestehend aus fünf Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Politik gemeinsam mit dem Publikum am Finalabend.

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