Der prächtige Käfer in der Sammlung des Naturhistorischen Museums Bern stammt aus einem Regenwaldgebiet in Angola, das schon vor Jahrzehnten komplett abgeholzt wurde. Zusammen mit ihrem Lebensraum verschwanden auch die Tiere, und man nimmt an, dass sie ausgestorben sind.

Die Wahrscheinlichkeit, noch lebende Exemplare zu finden, ist äusserst gering. Das Präparat im Berner Museum ist nach heutigem Wissensstand das einzige, was weltweit in Museumsbeständen existiert.

Das einzigartige Präparat ist somit der einzige greifbare Beweis, dass der Prachtkäfer mit dem lateinischen Namen Steraspis hoscheki je existiert hat. Zudem ist er ein sogenanntes Typus-Exemplar – auf ihm allein basiert die gültige wissenschaftliche Beschreibung der Tierart. In der Sammlung wirbelloser Tiere des Museums mit über 5,5 Millionen Objekten finden sich hunderte dieser wissenschaftlich ganz besonders wertvollen Präparate.

Der Käfer stammt aus der 16’000 Prachtkäferarten umfassenden Sammlung von Hans Pochon (1900–1977), Bernburger und Weltspezialist für Prachtkäfer.

Ab Juni ist das seltene Tier im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern in der Ausstellung «Kellerjuwelen» zu sehen, in der jeden Monat ein einzigartiges Objekt aus den Sammlungen des Museums seine Geschichte erzählt.

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