Egal ob eine neue Hochspannungsleitung, ein Lager für radioaktive Abfälle oder eine Antenne für den Mobilfunk. Wo auch immer solche Infrastrukturanlagen projektiert werden – sie stossen bei der Bevölkerung auf Widerstand. Zwar ist allen klar, dass für eine sichere Stromversorgung neue Leitungen nötig sind und dass es ein Endlager für den strahlenden Abfall braucht. Und praktisch jede und jeder nutzt ein Handy. Trotzdem ist man gegen Leitungen, Lager und Antennen. Und wenn schon, dann bitte nicht in meiner Nähe. Diesen Abwehrreflex nennt man «Nimby-Effekt». NIMBY ist eine Abkürzung und steht für Englisch «Not in my backyard», zu Deutsch: nicht bei mir im Garten.

Wie man mit solcher Abwehr umgeht, erforscht Isabelle Stadelmann, Professorin für Vergleichende Politik an der Uni Bern. Sie sagt, die Leute gehen von falschen Voraussetzungen aus. Und sie sucht nach Rezepten, wie Grossprojekte auf mehr Akzeptanz stossen. Dass sie dabei selbst manchmal ins Schussfeld der Kritik gerät, nimmt sie als Berufsrisiko hin.

1. Oktober 2019
19:00 bis 21:00 Uhr
Stadtbibliothek Winterthur
Tickets unter wissenschaft-persoenlich.ch/tickets/

«Wissenschaft persönlich» ist ein Live-Event, in dem Gäste aus der Wissenschaft nicht nur über Fakten reden, sondern auch über sich selbst – über ihre Begeisterung, ihre Niederlagen und ihre Träume. Der rund einstündige Talk findet monatlich in der Stadtbibliothek Winterthur statt.
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