Mehr als zwanzig Jahre sind es her, seit die medizinische Fachzeitschrift «Lancet» eine Studie veröffentlicht hatte, in welcher die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln verdächtigt wurde, bei Geimpften selten Autismus zu verursachen. Zwar war die Wissenschaftlichkeit der Studie bald umstritten und «Lancet» zog die Studie sogar zurück.

Doch seither wird das Autismus-Risiko immer wieder als Argument gegen die Masernimpfung erwähnt. Bereits 2014 analysierte eine Übersichtsstudie (eine sogenannte Meta-Studie) nochmals die Resultate von sechs Studien, die sich mit einem möglichen Zusammenhang der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln mit dem Auftreten von Autismus befassten. Resultat: Es wurde kein Zusammenhang gefunden.

Etwas später hatten das dänische Gesundheitsministerium und eine dänische Stiftung eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, welche die gesundheitliche Entwicklung von 657’000 Kindern bis zum Alter von 8 bis 17 Jahren verfolgte. Die Kinder wurden zwischen Januar 1991 und Dezember 2010 geboren.

Insgesamt wurde bei 6517 der Kinder eine der Ausprägungen von Autismus diagnostiziert. Geimpfte Kinder waren nicht mehr betroffen als Ungeimpfte. Unter den ungeimpften Mädchen war der prozentuale Anteil der Autismus-Diagnostizierten sogar leicht höher als unter den geimpften.

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