Welche Höchstgeschwindigkeit wurde mit dem Velo durch reine Muskelkraft bisher erreicht?

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Der Niederländer Lars Boom sauste während der dritten Etappe der Tour de France 2015 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 109,08 Kilometer pro Stunde den Berg runter. Schon ganz schön schnell, wenn man bedenkt, dass für einen durchschnittlichen Velofahrer eine Geschwindigkeit von 50 Kilometern in der Stunde auf einer ebenen Strecke das höchste der Gefühle ist. Über 90 Kilometer in der Stunde schneller war der Kanadier Todd reichert aber 2016 unterwegs. Mit seinem futuristisch anmutenden Aerovelo Eta erreichte er gut 144 Kilometer pro Stunde und hält somit den Weltrekord für die Höchstgeschwindigkeit, die mit einem Fahrrad nur durch Muskelkraft erreicht worden ist. Die absolute Höchstgeschwindigkeit auf dem Velo erreichte die Amerikanerin Denise Mueller-Korenek. Mit unfassbaren 296 Kilometern in der Stunde flitzte sie durch die Wüste von Utah. Sie wurde allerdings von einem Wagen beschleunigt.

Welche Massnahme wurde bisher NICHT unternommen, um Radfahren zu fördern?

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Das Velofahren kann auf zahlreiche Arten gefördert werden. So wurde am Bahnhof in Utrecht, Niederlande, ein Veloparking für 12 500 Fahrräder gebaut. In Trondheim, Norwegen, gibt es einen Lift, der die Räder samt Lenker den Berg hochbefördert. Das grösste Mietveloprogramm läuft in Hangzhou, China. Dort können die Bürger und Touristen eine Stunde lang kostenlos Rad fahren. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, dürfen ausserdem an gewissen Tagen Autos mit einer bestimmten Nummer nicht gefahren werden. Es wird auch fleissig daran geforscht, die Drahtesel intelligenter zu machen. So produzierte das kanadische Unternehmen Vanhawks ein Velo, das mit LED-Lichtern und vibrierendem Lenker die Fahrerin auf Abzweigungen und Gefahren aufmerksam macht. Nur vor der Witterung schützt die Velofahrer bis jetzt noch kein Smart Helmet.

Welche Gruppe der Schweizer Bevölkerung fährt am häufigsten Velo?

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Das Velo ist bei Frauen wie Männern gleich beliebt. Besonders oft treten 30- bis 44-Jährige in die Pedale. In dieser Altersgruppe fährt beinahe die Hälfte der Bevölkerung Velo und 25 Prozent unternehmen auch kürzere oder längere Velotouren. Die Velonutzung bei Kindern hat sich im Zeitraum zwischen 1994 und 2010 hingegen halbiert. Je höher das Bildungsniveau, der Berufsstatus und das Einkommen sind, desto eher wird Velo gefahren.

Wer liess 1888 den ersten Gummireifen fürs Fahrrad patentieren?

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Heute ist Dunlop eine der weltweit bekanntesten Reifenmarken. Die Ursprünge des Konzerns gehen zurück auf den schottischen Tierarzt und Erfinder John Boyd Dunlop, der - als Gefallen für seinen Sohn - den Fahrradluftreifen entwickelte. 1888 ein Patent meldete er dafür das Patent an. Zwei Jahre später wurde das Patent für ungültig erklärt, da Dunlops Landsmann, Robert William Thomson, die Idee bereits vierzig Jahre zuvor angemeldet hatte – allerdings ohne kommerziellen Erfolg. Die Tatsache, dass Thomsons Patent inzwischen ausgelaufen war, erlaubte es Konkurrenten wie Michelin und Goodyear, in den Reifenmarkt

In welcher Schweizer Stadt gibt es prozentual die meisten Velofahrer?

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Mit 16 Prozent ist der Anteil der Radfahrenden am Verkehrsgeschehen in Basel am grössten, dicht gefolgt von Winterthur mit 13 Prozent. In Bern machen sie einen Anteil von elf Prozent aus, in Zürich nur noch gerade sechs Prozent. Das Potential für mehr Velofahrten ist gross: Das Auto ist zwar immer noch das bevorzugte Verkehrsmittel von Herr und Frau Schweizer, doch jede zehnte Fahrt ist mit weniger als einem Kilometer extrem kurz. Jede dritte Fahrt ist unter drei Kilometer lang. Solche Strecken lassen sich in vielen Fällen leicht mit dem Velo zurücklegen.

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