Unter welchen Bedingungen schneit es am ehesten?

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Zum Schneien braucht es vor allem Feuchtigkeit. Warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte. Tatsächlich gilt: Sehr kalte Luft um -30 Grad Celsius ist meist auch sehr trocken, deshalb schneit es eher weniger. Je wärmer es ist, desto mehr Wasser verdunstet und steigt als Wasserdampf in die Höhe. Wenn er immer kälter werdende Luftmassen erreicht, in einem Bereich zwischen -4 und -20 Grad Celsius, kondensiert er und fällt als Regen, Schnee oder Eis zu Boden. Dazu sind Kondensationskeime in der Luft hilfreich. An diesen auch Aerosol genannten Schmutzpartikeln, wie zum Beispiel Russ, Staub oder Bakterien, kondensiert und gefriert Wasserdampf leichter. In reiner Luft, wie sie an den Polen vorkommt, können Wassertropfen eine Temperatur von bis zu -38 Grad Celsius annehmen, ohne zu gefrieren!

Welches ist der schneereichste Ort der Welt?

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Tatsächlich schneit es in den japanischen Bergen besonders heftig. Bis zu 37 Meter Neuschnee pro Jahr fielen zum Beispiel im Bergdorf Takakura. Auch vor den Städten macht die weisse Pracht nicht halt. Tokamachi gilt laut der Japanese Meteorological Agency (JMA) als verschneiteste Kleinstadt Japans. Hier fallen im Schnitt 11.5 m Schnee pro Jahr. Zum Vergleich: 777 cm schneite es gesamthaft in Braunwald während der Wintersaison 2018/19. Doch wie vielerorts nehmen auch hier die Schneemengen ab.

Wie schwer ist der Schnee, unter dem ein Lawinenopfer begraben wird?

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Das Gewicht von Schnee in einer Lawine wird von seiner Beschaffenheit und der Art der Lawine bestimmt. Die meisten Lawinenopfer geraten in Schneebrettlawinen, nämlich rund 90 Prozent. Solche Lawinen können im trockenen oder nassen Schnee abgehen, auch lange nach einem Schneefall. Je länger eine Lawine ruht, desto mehr sackt der Schnee zusammen und wird dadurch schwerer. Ein Kubikmeter Lawinenschnee wiegt typischerweise zwischen 500 und 800 Kilogramm. Schon in einer geringen Tiefe von 30 Zentimetern können Verschüttete nicht einmal mehr ihre Finger bewegen.

Welche Schadstoffe können im Schnee vorhanden sein?

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Schnee nimmt Schadstoffe aus der Luft mit hoher Abgaskonzentration sehr schnell auf. Zu diesen Schadstoffen gehören Feinstaub und Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol, Etyhlbenzol und Xylole; einige dieser Stoffe gelten als krebserregend. Wind treibt zusätzlich die Schadstoffpartikel durch die Poren zwischen den Kristallen in den Schnee hinein. Forschende sprechen dann von einer Windpumpe. Ausserdem wirken elektrostatische Kräfte, welche die Partikel geradezu anziehen. So säubert Schnee zwar die Luft, aber es gilt (zumindest in der Nähe von Grossstädten): besser nicht den Schnee auf der Zunge zergehen lassen.

Wieso rutschen Ski auf Schnee so gut?

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Betrachtet man Schnee unter dem Mikroskop, sieht man sofort: Er ist alles andere als glatt. Vielmehr ist es eine Wasserschicht, die zwischen Ski und Schnee entsteht, dank der man mühelos über die Piste gleiten kann. Der Schnee schmilzt aufgrund der Reibungswärme kurzfristig und bildet den praktischen Wasserfilm. Am eidgenössischen Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos erforschen Wissenschaftler dieses Phänomen mit einem so genannten Tribometer. Dabei handelt es sich um einen Drehteller mit einer Eisspur, auf der ein Miniaturski fährt.

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