Das musst du wissen

  • Die Jugendlichen in der Schweiz sind gut in Naturwissenschaften – besonders in Mathematik.
  • Dies zeigt die neue Pisa-Studie, die Schülerinnen und Schüler in ganz Europa getestet hat.
  • Nur mittelmässig allerdings schneiden die Schweizer Jugendlichen beim Lesen ab.

Fünfzehnjährige Jugendliche in der Schweiz sind in Mathematik im internationalen Vergleich aussergewöhnlich gut. In den europäischen Ländern weisen nur die estnischen Jugendlichen einen signifikant höheren Mittelwert auf. Dies zeigt die neue Pisa-Studie. Wie bereits 2015 liegen die Schweizer Schülerinnen und Schüler auch in Naturwissenschaften signifikant über dem OECD-Durchschnitt. Beim Lesen hingegen liegen sie im Mittel. Zudem wuchs die Gruppe der leseschwachen Jugendlichen um vier Prozent – dieser Trend ist in vielen Ländern zu beobachten. Ebenfalls OECD-weit lässt sich seit dem Jahr 2000 eine Abnahme der Lesefreude bei den 15-jährigen Jugendlichen feststellen. Das gilt auch für die Schweiz.

Science-Check ✓

Studie: Pisa-Studie (Programme for International Student Assessment)KommentarDies ist ein Kommentar der Autorin / des AutorsDie Pisa-Studie ist eigentlich keine Studie, sondern eine reine Datenerhebung. Sie wird immer wieder kritisiert – wegen methodischen Mängeln und Intransparenz. Verschiedene Kulturen, Bildungssysteme und Motivationen der Jugendlichen können die Testergebnisse verzerren. Pisa gibt also Hinweise – mehr nicht.Mehr Infos zu dieser Studie...

Die Pisa-Erhebung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurde 2018 in 79 Ländern durchgeführt. Darunter sind 37 Mitgliedstaaten der OECD sowie 42 weitere Länder und Volkswirtschaften. Bei dieser seit 2000 durchgeführten Erhebung lösen 15-jährige Jugendliche weltweit Aufgaben zu Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.

In der Schweiz haben sich 2018 rund 6000 Schülerinnen und Schüler im Altern von 15 Jahren an den Tests beteiligt. Sie stammen aus über 200 Schulen aus der ganzen Schweiz. Ihre Ergebnisse werden im schweizerischen Durchschnitt dargestellt. Kantonale Vergleiche sind nicht möglich.

Die internationale Vergleichsstudie findet alle drei Jahren statt. 2015 erfuhr das Studien-Design eine wichtige Veränderung: Der Test wurde nicht mehr auf dem Papier, sondern am Computer durchgeführt. Um Entwicklungen sichtbar zu machen, ist daher der Vergleich der neuen Ergebnisse mit denen von 2015 statt mit früheren Erhebungen relevant.

Die Studie verändert sich auch in anderen Bereichen kontinuierlich. So werden etwa die Aufgabenstellungen laufend weiterentwickelt. Die OECD hat beispielsweise 2018 beim Schwerpunkt Lesen erstmals interaktive Aufgaben in einer simulierten Web-Umgebung eingesetzt. Es wird also stark auf ein Lesen im digitalen Kontext fokussiert.

Diesen Beitrag teilen
Unterstütze uns

regelmässige Spende