Das musst du wissen

  • Ein Selbstversuch zeigt, dass Selbsttests für Sars-CoV-2 Übung erfordern.
  • Die wissenschaftliche Forschung zeigt, dass Selbsttests ähnlich zuverlässig sind wie Schnelltests durch Fachpersonal.
  • Ein negatives Testergebnis ist allerdings höchstens einen Tag lang gültig.
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Letztes Update: 7. April

Spucken, gurgeln oder mit einem Stäbchen in Mund und Nase bohren: Schnelltests überführen das Coronavirus auf unterschiedliche Weise. Voraussichtlich ab Anfang April gibt es sie auch für den Gebrauch zu Hause. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

Wo bekomme ich Selbsttests?

Der erste Selbsttest ist für den Verkauf in der Schweiz zugelassen: Seit dem 7. April ist der Sars-CoV-2-Antigentest der Firma Roche Apotheken  erhältlich. Pro Monat und Person werden fünf kostenfreie Selbsttests abgegeben. Sie werden über die Krankenkassenkarte bezogen.

Welche Arten von Selbsttests gibt es?

Das Bundesamt für Gesundheit plant, sogenannte Antigen-Schnelltests für den Heimgebrauch zuzulassen. Diese Tests weisen im Unterschied zu PCR-Tests nicht Teile des Virus-Erbguts nach, sondern spezielle Protein-Bausteine auf dessen Oberfläche. Bei manchen Selbsttests gurgelt man mit einer speziellen Lösung, bei anderen wird die Spucke analysiert, bei wieder anderen ist ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum nötig. Welche Testarten in der Schweiz verfügbar sein werden, ist noch unklar. Allen Tests gemeinsam ist, dass sie ähnlich wie ein Schwangerschaftstest funktionieren: Die selbst entnommene Probe aus dem Nasenraum wird mit einer Pufferlösung vermischt und auf einen Teststreifen geträufelt. Dort erscheint zunächst eine Kontrolllinie, die anzeigt, dass der Test funktionstüchtig ist. Auf dem Teststreifen befinden sich Antikörper, an denen nur das Virusprotein hängen bleibt. Falls das geschieht, erscheint eine zweite Linie. Dann ist der Test positiv und die Person ist wahrscheinlich infiziert.

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Wie zuverlässig sind Corona-Selbsttests?

Laut den Anforderungen des Bundesamts für Gesundheit muss ein für den Verkauf zugelassener Selbsttest eine Sensitivität von mindestens achtzig Prozent aufweisen und eine Spezifität von mindestens 97 Prozent. Die Spezifität gibt an, welcher Anteil der Nicht-Infizierten erkannt wird. Die Sensitivität gibt Auskunft darüber, welcher Anteil der Infizierten erkannt wird. Eine anschauliche Grafik dazu hat das Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Roche, der Hersteller des oben erprobten Tests, wirbt mit einer Sensitivität von 96,52 Prozent und einer Spezifität von 99,68 Prozent. Es gibt also grosse Unterschiede bezüglich der Sensitivität von Antigen-Tests, die auch in verschiedenen Studien untersucht wurden. Die Charité Berlin hat eine Übersicht erstellt, in der 25 Studien vorgestellt werden. Zum Teil handelt es sich dabei um Antigen-Tests für Fachpersonal, zum Teil um Tests für den Eigengebrauch.

Doch egal wie sensitiv der Test ist, wichtig ist in jedem Fall, dass er korrekt durchgeführt wird. Können ungeschulte Selbsttester ähnlich gute Ergebnisse wie das Fachpersonal erreichen? Forschende der Universität Heidelberg haben diese Frage im Rahmen einer Studie untersucht.

289 Personen nahmen an der Studie teil. Zunächst erklärte ihnen Fachpersonal, wie sie den Abstrich aus der Nase bei sich selbst nehmen sollten. Im Anschluss führten die Probanden den Selbsttest unter der Aufsicht des medizinischen Personals bei sich selbst durch. Danach nahm das Personal einen Abstrich für einen PCR-Test und einen weiteren Abstrich für einen Antigen-Schnelltest.

Science-Check ✓

Studie: Head-to-head comparison of SARS-CoV-2 antigen-detecting rapid test with professional-collected nasal versus nasopharyngeal swabKommentarDies ist ein Kommentar der Autorin / des AutorsDie Studienergebnisse können aufgrund der geringen Anzahl an Studienteilnehmenden nicht verallgemeinert werden. Von den Probanden waren nur 39 mit dem Virus infiziert, was ein relativ kleine Stichprobe ist. Die Resultate der Studie müssen deshalb von weiterer Forschung bestätigt werden.Mehr Infos zu dieser Studie...

Laut den PCR-Tests waren 39 Probanden mit Sars-CoV-2 infiziert. Das Ergebnis der Antigen-Schnelltests: Das Fachpersonal ermittelte bei 31 der 39 Corona-Infizierten ein positives Ergebnis, bei den Probanden zeigten 29 Selbsttests ein positives Resultat an. Die Forschenden kommen deshalb zu dem Ergebnis, dass die Selbsttests ähnlich zuverlässig sind wie Schnelltests durch Fachpersonal. Allerdings war die Probandenzahl relativ klein. Zudem waren die Teilnehmenden nicht nur auf eine schriftliche Anleitung angewiesen, sondern erhielten eine Einführung durch geschultes Personal.

Dass diese Personen nur mit einer Bedienungsanleitung zu Hause ähnlich gute Ergebnisse erzielt hätten, bezweifelt Didier Trono. Er ist Professor am Laboratorium für Virologie und Genetik an der EPFL sowie Vorsitzender der Expertengruppe Diagnostics and testing der Covid-19 Science Task Force, die den Bundesrat während der Pandemie berät. «Es könnte sein, dass die Tests ungenauer sind, wenn die Leute es allein nicht schaffen, die Proben auf die richtige Weise zu nehmen», sagt er. Der Virologe bilanziert: «Für eine bahnbrechende Veränderung im Pandemiegeschehen werden die Selbsttests nicht sorgen. Das kann nur die Impfung.»

Die Aussagekraft von Antigen-Schnelltests berechnen

Das Robert-Koch-Institut stellt einen einfachen Rechner zur Verfügung, mit dessen Hilfe man schnell ausrechnen kann, wie aussagekräftig ein Antigen-Test unter welchen Umständen ist. Ein Beispiel: Falls von 10 000 Personen 22 Menschen tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert sind, würde ein Antigen-Test mit einer Sensitivität von achtzig Prozent 18 Personen als richtig positiv identifizieren, vier Personen würden nicht erkannt. Bei 500 Infizierten unter 10 000 Menschen gäbe es 400 richtig positive Testresultate, doch hundert Infizierte blieben unentdeckt. Deshalb ist also auch bei einem negativen Testergebnis Vorsicht geboten.

Welche Vorteile hat das regelmässige Testen für mich?

Das Bundesamt für Gesundheit rät, regelmässig Selbsttests zu benutzen. In einem Dokument zur neuen Teststrategie heisst es dazu: «Die regelmässigen Selbsttests dienen dazu, die Übertragungen im persönlichen Umfeld zu reduzieren.» Und weiter: «Für asymptomatische Personen sind Selbsttests deshalb hilfreich.» Unsicher ist derzeit noch, ob ein negatives Testergebnis in Zukunft eine Voraussetzung sein wird, um zum Beispiel an Veranstaltungen teilzunehmen.

Das Bundesamt für Gesundheit stellt aber klar, dass auch negativ Getestete eine Maske tragen, Hygienemassnahmen und Abstände einhalten müssen. Der Antigen-Selbsttest ist also eine weitere Schutzmassnahme, kein Ersatz für bisherige Vorsichtsmassnahmen. Er kann etwa angewendet werden, um in kritischen Situationen für etwas mehr Sicherheit zu sorgen, zum Beispiel unmittelbar vor einem Besuch bei Verwandten.

Wie lange ist ein negatives Testergebnis gültig?

Das Testresultat ist laut dem Robert-Koch-Institut nur am Tag des Tests gültig. Denn Antigentests zur Eigenanwendung erkennen nur eine sehr hohe Viruslast in den oberen Atemwegen. Das bedeutet: Ist die Viruslast noch gering, bleibt die Infektion womöglich unentdeckt. Deshalb könnte der negative Selbsttest schon nach einigen Stunden oder am nächsten Tag positiv ausfallen. Der Virologe Didier Trono sagt dazu: «Statistisch betrachtet kann ein Selbsttest für die kommenden 24 Stunden eine gewisse Sicherheit bieten.» Aber: «In unglücklichen Fällen kann es sein, dass der Test negativ ausfällt, die Viruslast aber schon zehn Minuten später hoch genug für ein positives Testresultat wäre.»

Deshalb sei es wichtig, dass auch negativ Getestete Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Denn auch mit einer eher geringen Viruslast können Infizierte andere Personen anstecken. Didier Trono: «Die Gefahr besteht darin, dass sich negativ Getestete in falscher Sicherheit wiegen und damit andere Menschen einem Risiko aussetzen.»

Fünf kostenfreie Selbsttests will der Bund pro Person und Monat zur Verfügung stellen. Das reicht nicht aus, um eine Infektion während des gesamten Monats annähernd auszuschliessen. Trotzdem müssen es laut Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz, nicht mehr Tests sein. «Die Selbsttests sind nur ein weiterer Teil der Schutzmassnahmen.» Würde man ständig Selbsttests verlangen, würden die Menschen sich womöglich zu sehr in Sicherheit wiegen und auf andere wichtige Massnahmen wie das Maskentragen verzichten, befürchtet Hauri. Er betont: «Eine Wunderwaffe und ein Allheilmittel sind diese Tests nicht. In der Gesamtkonzeption und in Ergänzung zu den bisherigen Schutzmassnahmen haben sie aber ihren Platz.»

Was muss ich tun, wenn der Selbsttest positiv ausgefallen ist?

«Wichtig ist, dass Personen mit einem positiven Schnelltest oder Selbsttest einen PCR-Test machen. Sie sollten sich ihr Testresultat mittels einer PCR-Diagnostik bestätigen lassen», schreibt das Bundesamt für Gesundheit. Das bedeutet: Es ist empfohlen, man muss aber nicht. Das Problem bei positiv Getesteten, die keinen PCR-Test machen: Sie tauchen in keiner Statistik auf. Als Folge könnte es zu Fehleinschätzungen der Pandemielage in der Schweiz kommen.

Der Selbstversuch: Wie werden die Tests angewendet?

In Deutschland sind einige Selbsttests bereits für den Verkauf zugelassen. higgs hat in einer deutschen Apotheke den Sars-CoV-2 Rapid Antigen Test der Firma Roche gekauft und ausprobiert. Beim Verkauf verwies die Apothekerin darauf, dass der Test nicht länger als einen Tag lang aussagekräftig sei. Zudem solle man vor der Benutzung die Nase schnäuzen. Denn so gelangt das Sekret aus dem hinteren Nasenbereich nach vorne. Alles Weitere sei aus der Bedienungsanleitung ersichtlich.

In der Verpackung enthalten sind ein Teststreifen, der mit einem Trockenmittel in einem separaten Verpackungsbeutel liegt, ein «Abstrichtupfer», ein Röhrchen mit Flüssigkeit, eine Spenderkappe, die auf das Röhrchen aufgesetzt wird und über die die Flüssigkeit auf den Teststreifen geträufelt werden kann – und natürlich die Bedienungsanleitung. Hier wird erklärt, wie ich den Test am besten vorbereite. Dass ich mir zum Beispiel die Hände waschen und schon einmal den Teststreifen auspacken soll. Ich lege die verschiedenen Testteile vor mir aus, studiere die Bedienungsanleitung und versuche nun, genauso vorzugehen, wie es beschrieben ist.

Der Selbstversuch: Ich wasche meine Hände mit Wasser und Seife, nehme den Abstrichtupfer aus der Verpackung und fasse ihn nur am Griff an, nicht an der Spitze. Dann führe ich den Tupfer zwei Zentimeter tief ins rechte Nasenloch ein, während die Stoppuhr 15 Sekunden herunterzählt. Ich habe den Eindruck, dass ich dabei gegen einen Widerstand stosse und drücke nicht weiter. Denn so steht es in der Anleitung. Nun drehe ich den Tupfer viermal, bevor ich ihn aus dem Nasenloch ziehe.

Dasselbe wiederhole ich auf der linken Seite, habe aber das Gefühl, dass ich sehr viel weiter in mein Nasenloch vordringen kann. Wie viele Zentimeter tief der Tupfer jeweils im Nasenloch war? Das weiss ich nicht. Ob ich es wirklich richtig gemacht habe? Das kann ich auch nicht einschätzen. Ich soll den Tupfer Richtung Rachen führen, «nicht nach oben», heisst es in der Anleitung. Ganz sicher bin ich mir nicht, ob ich das geschafft habe. – Wir werden den Fettnäpfchen bei den Selbsttests weiter unten nachgehen.

Anschliessend versorge ich den Abstrichtupfer in dem Röhrchen mit dem Extraktionspuffer, das ist eine spezielle Flüssigkeit, in der die Probe aus meinem Nasen-Rachen-Raum gelöst wird. Vier Tropfen der Lösung aus dem Röhrchen soll ich nun auf das runde Feld auf dem Teststreifen träufeln, sollten es fünf werden, sei das Ergebnis dennoch zuverlässig. Ich kann die einzelnen Tropfen kaum erkennen, letztlich landen wahrscheinlich einige mehr als angegeben auf dem Teststreifen.

Der rote Streifen auf der Kontrolllinie C erscheint zügig, der Test ist also funktionstüchtig. Nun muss ich 15 bis 30 Minuten warten, bis ich das endgültige Ergebnis ablesen kann. Sollte der Test positiv sein, würde ein weiterer Streifen auf der Testlinie T erscheinen. Es erscheint kein zweiter Streifen. «Es ist unwahrscheinlich, dass Sie an Covid-19 erkrankt sind», erklärt mir die Bedienungsanleitung, weist mich aber darauf hin, dass ich dennoch alle Schutz- und Hygienemassnahmen weiterhin einhalten soll.

Welche Tipps für den Selbsttest hat die Expertin?

Wohin genau in der Nase muss man den Abstrichtupfer führen? Wie tief sollte man vordringen? Und was gilt es dabei zu beachten? Der Selbstversuch hat gezeigt, dass es nicht ganz einfach ist, einen Antigen-Test selbst durchzuführen. Es war allerdings auch nicht einfach, Tipps von medizinisch geschultem Personal zu bekommen. Anrufe in Testzentren und Arztpraxen blieben erfolglos. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren entweder zu überlastet für ein Gespräch – oder sie wollten keine Tipps für Selbsttests geben, da sie in der Schweiz noch nicht zugelassen sind. Es fehle die Erfahrung mit dem Thema.

Mareike Wiebe ist Krankenschwester in Deutschland, wo es bereits Antigen-Selbsttests in Apotheken, Supermärkten und Drogerien gibt. Als Fachkrankenschwester auf der Intensivstation des DRK-Krankenhauses in der deutschen Stadt Neuwied am Rhein führt sie regelmässig Antigen-Tests an Patienten durch. Sie weiss, worauf Selbsttester beim Nasenabstrich achten sollten.

Damit der Tupfer auf möglichst wenig Widerstand stösst, sei es empfehlenswert, vor dem Test die Nase zu putzen. Zudem erhöhe sich dadurch die Chance, dass das Virus direkt vor dem Test auch in den vorderen Bereich der Nase gelangt.

Laut der Anleitung für den Sars-CoV-2 Rapid Antigen Test der Marke Roche soll man den Tupfer parallel zum Gaumen in Richtung Rachen führen – nicht nach oben. Was aber bedeutet das? Mareike Wiebe: «Führt man das Stäbchen nach oben, gelangt man in Richtung obere Nasenmuschel. Da gibt es sehr schnell einen Widerstand und es wird schmerzhaft.» Führe man den Tupfer aber gerade in die Nase, dann gelange man in den Nasengang. Dieser schmale Gang liegt zwischen Gaumen und unterer Nasenmuschel. Genau dort nimmt auch das medizinische Fachpersonal den Abstrich für Antigen-Tests. «Im Nasengang zirkuliert die Luft am meisten. Dort ist das Virus am ehesten aufzuspüren», erklärt die Krankenschwester.

Wer den Selbsttest zu Hause macht und den Weg in den Nasengang findet, hat vielleicht den Eindruck, das Stäbchen in der Nase nach oben zu führen. «Das ist normal», erklärt Mareike Wiebe. «Es fühlt sich fast an, als würde man das Stäbchen in Richtung Gehirn führen und es kann sein, dass die Augen anfangen zu tränen oder man niesen muss.»

Anatomischer Querschnitt der Nasewikimedia/Stopschnarchen de

Der Nasengang befindet sich zwischen Nasenvorhof und Nasenrachenraum unter der Unteren Nasenhöhle und über dem im Bild nicht beschrifteten Gaumen. (CC BY-SA 3.0)

Beim Selbsttest der Roche soll der Tupfer zwei Zentimeter tief eingeführt werden. Mareike Wiebe empfiehlt, den Tupfer vorsichtig so weit wie möglich in den Nasengang zu schieben. «Man kann dort ohne Probleme sechs bis sieben Zentimeter weit vordringen», sagt sie.

Da das Virus vor allem im hinteren Bereich der Nase sitzt, gilt: Je weiter, desto besser. Eine Einschränkung gibt es aber. «Gewalt darf man auf keinen Fall anwenden. Sobald ein Widerstand zu spüren ist, sollte man aufhören, um sich nicht zu verletzen», sagt Mareike Wiebe. Es sei nicht ungewöhnlich, dass eine Person in ein Nasenloch viel weiter vordringe als in das andere. «Vielleicht gibt es auf einer Seite eine Verengung, auf der anderen Seite aber ist genug Platz für das Stäbchen», erklärt die Krankenschwester.

Im Spital dreht Mareike Wiebe das Stäbchen zehn Mal im Nasenloch ihrer Patientinnen und Patienten, wenn die Personen das zulassen. In der Anleitung des Selbsttests steht, man soll es viermal drehen. Es schade nicht, den Tupfer etwas öfter zu drehen, sagt Mareike Wiebe. Denn so erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus tatsächlich am Stäbchen hängen bleibt.

Welche Alternativen könnte es zu Antigen-Selbsttests noch geben?

Antigen-Selbsttests können keine absolute Sicherheit geben. Deshalb ist es sinnvoll, andere Testarten weiterzuentwickeln. Adriano Aguzzi, Professor am Institut für Neuropathologie des Universitätsspitals Zürich, schreibt auf Anfrage über die Antigen-Selbsttests: «Die Tests sind schnell, aber ungenau.» Der Wissenschaftler setzt daher auf die sehr genauen PCR-Tests und hat eine Methode entwickelt, mit der er pro Tag PCR-Analysen von 1000 Pool-Tests durchführen kann. Damit liegen laut ihm die sehr genauen PCR-Testergebnisse für etwa 30 000 Personen pro Woche vor. Die Resultate gebe es bereits vier Stunden nach der Testung.

Auch andere Forschende arbeiten an schnellen und aussagekräftigen Testverfahren. So haben Wissenschaftler der Universität Tübingen einen Test entwickelt, der innerhalb von zwölf Minuten einen Nachweis über Antikörper liefert, also darüber, ob eine Person schon eine Covid-19-Infektion durchgestanden hat. Und Forschende aus Leipzig haben einen neuen Pool-Test entwickelt, mit dem eine positive Probe in einem Pool mit 25 Speichelproben in weniger als einer Stunde nachgewiesen werden kann.

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