Wie wächst die Kakaofrucht?

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Kakaobäume können bis zu 15 Meter hoch werden, doch um die Früchte leichter ernten zu können, werden sie meist gestutzt. Ihr wissenschaftliche Name lautet Theobroma cacao und bedeutet auf griechisch soviel wie «Speise der Götter». Die Blätter ähneln denen des Gummibaumes. Die Blüten sind winzig und werden direkt am Stamm gebildet, folglich wachsen auch die Früchte unmittelbar am Stamm. Diese Stammblütigkeit wird als Kauliflorie bezeichnet. Aus 100 000 gelblich-weissen oder rötlichen Blüten werden nur 20 bis 50 Früchte mit Kakaobohnen pro Jahr. Diese werden 15 bis 25 Zentimeter lang, sind zuerst grün und später rotbraun gefärbt. Vier bis fünf Monate dauert es, bis sie zu ihrer vollen Grösse herangewachsen sind. Übrigens sind Kakaobäume von Schädlingen bedroht.

Für wen ist Schokolade ungeniessbar?

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Theobromin kommt natürlicherweise in der Kakaobohne vor. Dieser koffein-ähnliche Stoff ist für den Menschen ungefährlich, bei Hunden und Katzen aber kann er für unangenehme Symptome wie Unruhe, Zittern, Erbrechen oder einen erhöhten Puls sorgen. Milchschokolade enthält nur etwa 0,2 Prozent Theobromin, dunkle Schokolade wegen ihres höheren Kakaoanteils bis zu 1,6 Prozent. Wenn ein Hund davon mehr als 5,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht verschlingt, können Symptome auftreten. Weisse Schokolade ist für die Haustiere ungefährlich, da sie nur Kakaobutter, nicht jedoch die theobrominhaltige Kakaomasse enthält. Um Ostern und Weihnachten ist für Hundehalter besondere Vorsicht geboten: Dann nämlich kommt es laut britischen Forschenden – kaum überraschenderweise – zu besonders vielen Theobrominvergiftungen bei Hunden. Chondrodystrophie ist eine angeborene Erkrankung des Knorpelgewebes. Die betroffenen Kinder bleiben sehr klein.

Die Mayas und Azteken waren überzeugt, dass Schokolade die sexuelle Lust und Leistung steigert. Ist das wirklich so?

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Historisch wurde die Schokolade für ein Aphrodisiakum gehalten, eine Substanz, die sexuell anregend wirkt. Eine These, die auch heute noch oft vertreten wird. Tatsächlich enthält Schokolade psychoaktive Substanzen, wie Theobromin und Anandamid, welche einen direkten Einfluss haben könnten auf das Sexualverhalten. Tierversuche haben gezeigt, dass Anandamid die sexuelle Leistung von Ratten steigert. Auch gibt es eine Studie, die darlegt, dass beim Verzehr von Schokolade die gleichen Gehirnareale aktiviert werden, wie bei intimen Berührungen. Ob solche Substanzen aber in genügend grosser Menge vorhanden und tatsächlich für eine erhöhte Libido beim Menschen verantwortlich sind, ist noch nicht erwiesen.

Als Kalorienbombe ist die Schokolade ja bekannt. Doch wem galt die echte Bombe, welche die Nazis während dem Zweiten Weltkrieg konstruiert und als Schokoladentafel getarnt hatten?

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«Death by chocolate» erhält in diesem Zusammenhang eine neue Bedeutung. Im zweiten Weltkrieg ersannen die Nazis eine Bombe und umhüllten sie mit zartschmelzender Schokolade und einer Verpackung der englischen Schoko-Marke «Peter’s Chocolate». Wenn ein potentielles Opfer hineinbiss oder sich ein Stück davon abbrach, zog dadurch ein Stück Leinenstoff im Inneren am stählernen Sprengmechanismus, der die Explosion auslöste. Das Opfer sollte in diesem Fall der britische Premierminister Winston Churchill sein, dessen Schwäche für Süssigkeiten allgemein bekannt war. Im Kriegskabinett der Briten sollte er eine Geschmacksexplosion der besonderen Art erleben, die ihm und den Politikern in seinem Umkreis das Leben kosten sollte. Doch der Anschlag wurde von einem Agenten des britischen Inlandsgeheimdienst MI5 vereitelt.

Wieso gilt der massvolle Genuss von dunkler Schokolade als gesund?

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Natürliche Polyphenole sind sekundäre chemische Stoffe in Pflanzen und wirken zum Beispiel als Farbstoff oder Geschmacksstoff. Sie sind in Kakaobohnen und dunkler Schokolade enthalten und regen im Menschen die Produktion von Stickstoffmonoxid an. Das wiederum erweitert die Blutgefässe und senkt so den Blutdruck. Bei regelmässigem Verzehr von dunkler Schokolade sinkt deswegen auch das Risiko für Herzkreislauferkrankungen wie zum Beispiel Blutgerinnsel. Auch im Hirn bewirkt dunkle Schokolade einen erhöhten Blutfluss, deswegen vermuten Medizinerinnen, dass bei Schoggi-Liebhabern ein Hirnschlag weniger wahrscheinlich ist. Doch nicht nur dunkle Schokolade hat ihre gesundheitlichen Vorzüge: Der Schokolade im Allgemeinen werden positive psychologische Effekte nachgesagt. Der bewusste Genuss von Schokolade steigert die gute Laune besonders. In diesem Sinne: Frohe Ostern und en Guete!

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