Der Preis, der seit 2007 vom Bundesamt für Energie vergeben wird, soll «herausragende Leistungen im Energiebereich ins Bewusstsein rücken und damit Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit motivieren, die Vorteile modernster Energietechnologien zu entdecken».

Unter den Gewinnern des Watt d’Or 2021, die aus insgesamt 64 Projekten ausgewählt wurden, sind zwei Weltneuheiten im Bereich der erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Mobilität.

Schwimmende Solarpaneele

Auf dem Lac des Toules, einem Stausee in 1800 Metern Höhe im Wallis, wurde das weltweit erste schwimmende Hochgebirgssolarkraftwerk errichtet.
Trotz der extremen Bedingungen mit Schnee, starken Winden und Temperaturen von -25°C bis +30°C kann die von Romande Energie und der ABB Schweiz Gruppe betriebene Anlage bis zu 50 Prozent mehr Strom produzieren als ein gleich grosses Kraftwerk im Flachland.

Laut Branchenvertretern stellen schwimmende Installationen die Zukunft der Solarenergie dar, da das Wasser die Paneele kühlt und so deren Effizienz erhöht. Am wichtigsten aber ist, dass sie Landnutzungskonflikte reduzieren.

Fahren mit Wasserstoff

Grüner Wasserstoff ist eine der vielversprechendsten Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Aus erneuerbaren Quellen hergestellt, kann er einen entscheidenden Beitrag zur emissionsfreien Mobilität leisten – ein Bereich, in dem die Schweiz eine führende Rolle spielen will.

Dank eines einzigartigen Geschäftsmodells schaffen die Aktiengesellschaft Hydrospider, das private Unternehmen H2 Energy, der Verein Mobility H2 Switzerland und ein Joint Venture mit dem koreanischen Hersteller Hyundai den weltweit ersten kommerziellen Kreislauf für erneuerbaren Wasserstoff.

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Zum Projekt gehören die Produktion von Wasserstoff in einem Wasserkraftwerk, der Aufbau eines Netzes von Tankstellen und die Einführung von LKWs, die mit Brennstoffzellen ausgestattet sind.

Die weltweit erste Flotte von wasserstoffbetriebenen Nutzfahrzeugen (1600 Fahrzeuge bis 2025) wird, sobald sie in Betrieb ist, die Freisetzung von rund 100 000 Tonnen CO2 pro Jahr in die Atmosphäre verhindern.

Ökologische Gebäude ausgezeichnet

Die weiteren Gewinner des Watt d’Or 2021 sind das Start-up-Unternehmen Adaptricity, das IT-Tools für ein besseres Management von Stromnetzen entwickelt hat, die Stiftung Umwelt Arena Schweiz und das Architekturbüro René Schmid – für den Bau eines mit erneuerbarer Energie betriebenen Gebäudekomplexes – sowie das Immobilienunternehmen Mettiss und der Ingenieur Beat Kegel – für die Renovierung eines alten Bürogebäudes.

Dieser Text erschien zuerst bei swissinfo.
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