Das musst du wissen

  • Heute ist Swiss Overshoot Day, an dem die Schweizer mehr von der Natur gebraucht haben, als ihnen zusteht.
  • Weltweit verbraucht die Menschheit so viele Ressourcen, dass es 1,7 Planeten bräuchte, um sie zu regenerieren.
  • Besonders die Landwirtschaft verbraucht viele Ressourcen – ein Grund für die Beschleunigung des Artensterbens.

Die Welt erlebt wohl gerade das grösste Massensterben von Tier- und Pflanzenarten. Bis zu einer Millionen Arten werden einem gestern veröffentlichten Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES zufolge in den kommenden Jahrzehnten verschwinden. Ein Grund dafür: Die extensive Landwirtschaft. Mehr als ein Drittel der globalen Landfläche und fast 75 Prozent der Frischwasserressourcen dienen heutzutage der Produktion von Nutzpflanzen und Nutztieren, schreiben die Autoren des Berichtes.

Auch in der Schweiz tragen wir zum Artensterben bei, denn wir nutzen zu viele Ressourcen. Das verdeutlicht der heutige «Swiss Overshoot Day»: An diesem Tag haben die Schweizerinnen und Schweizer mehr von der Natur gebraucht, als ihnen fürs ganze Jahr 2019 zusteht. Dies besagt eine Schätzung des WWF, der damit der jährlichen internationalen Kampagne der Organisation Global Footprint Network folgt. Gemäss einer Mitteilung des WWF fliegen Schweizer im Schnitt dreimal so viel wie EU-Bürger, fahren die schwersten Autos von ganz Europa und gehören zu den weltweit grössten Abfallproduzenten.
Global betrachtet verbraucht die Menschheit so viele Waren und Dienstleistungen, dass es 1.7 Planeten bräuchte, um die dafür notwendigen Ressourcen zu regenerieren.

Wer selber Ressourcen-schonender leben will, und so einen Beitrag zum Artenschutz leisten möchte, kann seinen ökologischen Fussabdruck online berechnen.

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