Eine der Hauptursachen von Unfruchtbarkeit sind langsam schwimmende Spermien. Hier könnte in Zukunft eine ungewöhnliche Art der künstlichen Befruchtung helfen: ein mikroskopisch kleiner Antrieb, der Spermien zur weiblichen Eizelle transportiert. Einen solchen haben Forschende aus Dresden entwickelt und damit im Labor erfolgreich eine Eizelle befruchtet. Und so funktioniert es: Der spiralförmige Mikroroboter, Spermbot genannt, schiebt sich von hinten über den Schwanz der Spermienzelle und treibt diese dann vor sich her. Da der Roboter mit Metall überzogen ist, kann er von aussen durch magnetische Felder gesteuert werden. Hat er die Eizelle erreicht, bewegt er sich rückwärts und lässt das Spermium wieder frei. Bis solche Spermbots jedoch am Menschen getestet werden können, wird es laut der Forschenden noch einige Zeit dauern. Denn zurzeit tüfteln sie noch an einer Möglichkeit, die kleinen Helfer im Inneren des Körpers sichtbar zu machen – um sie überhaupt zu ihrem Ziel lenken zu können.

Die Erstversion dieses Beitrags erschien am 22. Januar 2016.
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