An der antarktischen Küste zerbricht Schelfeis. Und mit ihm der Schutzschild für die Gletscher im Landesinneren.
Bild: Ian Phillips, Australian Antarctic Division An der antarktischen Küste zerbricht Schelfeis. Und mit ihm der Schutzschild für die Gletscher im Landesinneren.
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Küstenregionen und Inseln wie die Malediven sind vom Untergang bedroht, weil der Meeresspiegel immer mehr ansteigt. Ein Grund dafür ist das Abschmelzen der polaren Eisdecken durch die Klimaerwärmung. Nun hat ein internationales Forscherteam entdeckt, dass ein weiteres Phänomen zu einem höheren Meeresspiegel beiträgt: riesige Meereswellen, die das Schelfeis der Antarktis zerstören. Das sind hunderte Meter dicke Eisplatten, die drei Viertel der antarktischen Küste umgeben. Sie bilden eine Art Schutzschild um das Inlandeis. Doch dieser bricht immer mehr weg. Denn normalerweise sorgt Meereis, also gefrorenes Meerwasser, für eine Dämpfung von Meereswellen und schützt so das Schelfeis. Aber mit der Erderwärmung verschwindet auch Meereis immer mehr, berichten jetzt die Polarforscher.

Fehlendes Meereis und hohe Wellen sorgten demnach auch für den Zusammenbruch des 1600 Quadratkilometer grossen Larsen-A-Schelfeises im Jahr 1995 sowie für das Verschwinden von zwei weiteren, ähnlich grossen Eisplatten 2002 und 2009. Fallen solche Massen an schützendem Schelfeis weg, so kann das dahinterliegende Landeis leichter abschmelzen. Und das wiederum trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei. So beschleunigt sich der Abbau des Polareises immer weiter.

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