Zahlreiche Menschen litten in den letzten Tagen unter Heuschnupfen: In der Schweiz ist fast jeder fünfte Mensch davon betroffen, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene.
Besonders lästig sind die Birkenpollen, die seit ein paar Wochen und noch bis Mitte Mai in der Luft fliegen und für brennende Augen, eine laufende Nase und sogar Asthma sorgen. Dass die Allergien auf Birkenpollen stetig zunehmen, hat unter anderem mit der Klimaerwärmung zu tun.

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Die Übeltäter: Birkenpollen.

Durch sie und zum Leidwesen der Allergiker blühen die Bäume nicht nur immer früher und länger. «Die Birkenpollen selbst können durch die Klimaerwärmung aggressiver werden», sagt Peter Schmid, Allergologe am Unispital Zürich. Denn die zunehmende Trockenheit und Schadstoffe aus dem Verkehr setzen den Bäumen zu – besonders in Städten.

Wegen dieser Belastung produzieren sie vermehrt ein Stressprotein, das sie auch in ihre Pollenkörner einlagern. Genau dieses Protein löst bei Allergikern den Heuschnupfen aus. «Deshalb reichen deutlich weniger Pollen einer gestressten Birke, um eine allergische Reaktion zu bewirken», sagt Schmid. Ganz hilflos sind die Allergiker den Pollen aber nicht ausgeliefert. Wir geben Tipps, wie man sich zumindest teilweise schützen kann.

Das hilft gegen die Pollen

Den Pollen ganz aus dem Weg zu gehen, ist fast unmöglich. Diese Tipps helfen, die Belastung zu minimieren:

• Die Haare jeden Abend waschen, damit die hängen gebliebenen Pollen nicht aufs Kopfkissen gelangen.

• Eine Sonnenbrille schützt die Augen.

• Die Wohnung lüften, wenn es regnet. Jedoch nicht zu Beginn des Regens, dann sind sogar noch mehr Pollen in der Luft.

• Schutzfilter in der Lüftung im Auto und vor den Fenstern am Haus installieren.

Die Erstversion dieses Beitrags erschien am 22. April 2016.
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