Warum ist es eigentlich ungesund, Meerwasser zu trinken?

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Meerwasser hat einen Salzgehalt von durchschnittlich 3,5 Prozent – zu viel für den menschlichen Körper. Denn die Nieren benötigen am Ende mehr Wasser, um das durch Meerwasser aufgenommene Salz auszuscheiden, als Wasser aufgenommen wird. Die Folge ist ein erhöhtes Durstgefühl. Um den Salzhaushalt des Körpers nach einem Liter Salzwasser wieder auszugleichen, muss man etwa eindreiviertel Liter Süsswasser trinken. Geht man dem nicht nach, entziehen die Nieren dem Körper bereits vorhandenes Wasser, der dadurch austrocknet, was dem zentralen Nervensystem als erstes schadet. Die Folge sind Unruhe und Halluzinationen. Seevögel können übrigens Meerwasser trinken, obwohl es drei bis vier Mal salziger ist als ihr Blut. Sie besitzen Drüsen, die das überschüssige Salz entfernen.

An der Nord- und Ostsee trifft man häufig auf Ohrenquallen mit ihren charakteristischen vier Ringen auf ihrem etwa tellergrossen Körper. Was hat es mit diesen Ringen auf sich?

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Ohrenquallen sorgen zwar häufig für Ärger, wenn sie massenhaft an die Strände angeschwemmt werden, für Menschen sind sie allerdings ungefährlich. Die «Ohrenzeichnungen», also die Ringe, sind bei den Männchen weiss bis rötlich und bei Weibchen rotviolett. Es sind tatsächlich ihre Geschlechtsorgane. Zunächst werden im Spätsommer Eier und Samenfäden in das Wasser ausgestossen, wo die Befruchtung stattfindet. Aus den befruchteten Eiern, werden zuerst Larven und dann Polypen, die sich am Meeresgrund oder anderen festen Objekten unter Wasser festsetzen und sich nicht fortbewegen, aber ungeschlechtlich fortpflanzen. Im Frühling, ausgelöst durch die Wassertemperatur, teilt ein Polyp seine obere Körperhälfte in zehn bis 20 Scheiben, aus denen jeweils eine neue Qualle heranwächst.

Was steckt hinter dem Begriff «Upwelling» im Zusammenhang mit Gewässern?

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«Upwelling» wird auf Deutsch auch als Auftrieb bezeichnet. Es bedeutet, dass Wasser aus tiefer liegenden Schichten nach oben steigt. Das wird meistens von Wind an der Oberfläche verursacht, der die obere Wasserschicht wegbläst, sodass kaltes Wasser aus der Tiefe aufsteigt. Diesen Effekt gibt es vor allem in Ozeanen, aber auch in Seen kommt es dazu, wenn auch seltener: Im Juli 2017 ist durch Upwelling am unteren Seebecken des Genfersees die Temperatur innerhalb von nur 48 Stunden von 23 auf acht Grad Celsius gefallen. Auf der anderen Seite, in Évian gab es gleichzeitig weiterhin angenehme Badetemperaturen um die 22 Grad.

Welchen Fisch gibt es in der Schweiz?

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Der Fisch mit dem ungewöhnlichen, aber markanten Namen Nase ist ein typischer Schwarmfisch, der auch in der Schweiz vorkommt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Nase traditionell in Basel jährlich am 17. April im Weiler St. Jakob an der Birs gegessen. Dazu gab es den Rotwein Schweizerblut. Heute wäre das nicht mehr möglich. Denn die Nase gilt in der Schweiz als bedroht und darf seit 2007 nicht mehr gefangen werden. Der 25 bis 40 Zentimeter grosse Fisch war früher sehr verbreitet – durch die Verbauung und Verschmutzung der Flüsse ist er nun aber mancherorts nicht nur gefährdet, sondern lokal ausgestorben.

Welche Aussage über diese Wasserbewohner, die für den Menschen alle unangenehm werden können, ist falsch?

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Entenflöhe sind keine Flöhe, sondern Saugwürmer. Sie sind für den Menschen nicht gefährlich, können aber die sogenannte Badedermatitis auslösen. Sie äussert sich durch Ausschlag mit heftigem Juckreiz recht bald nach dem Baden im See oder Fluss und hält etwa 10 bis 20 Tage an. Blaualgen sind eigentlich Cyanobakerien und lassen ein Gewässer bei erhöhtem Stickstoffgehalt, zum Beispiel durch Dünger, kippen. Dadurch entstehen Verbindungen im Wasser, die nicht nur für Fische, sondern auch für den Menschen giftig sein können. Wasserwanzen sind tatsächlich Wanzen – auch sie sind für den Menschen unangenehme Zeitgenossen. Der Stich mancher Wasserwanzenarten ist ähnlich schmerzhaft wie ein Wespenstich.

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