Früher mussten die Menschen noch ganz schön ackern, um satt zu werden. Das meiste mussten sie selber hergestellen, beispielsweise das Mehl: Auf dem Mahlstein wurde das Getreide mit dem sogenannten Läufer, dem oberen beweglichen Stein, gemahlen. Das zeigen Funde aus Seeufersiedlungen der Jungsteinzeit.

Der abgebildete Mahlstein ist einer von vielen originalen Schweizer Funden, die in der Sonderausstellung «Wer is(s)t denn da?» ausgestellt sind. Sie geben uns einen Einblick in die kulinarische Vergangenheit von eiszeitlichen Jägern, steinzeitlichen Bäuerinnen, römischen Müllerknechten, mittelalterlichen Stadtbewohnerinnen und einer modernen Familie.

Wie lange es wohl dauert, genug Mehl für ein Fladenbrot zu mahlen? Im Kulturama können Besucher das selbst ausprobieren.Kulturama Zürich

Wie lange es wohl dauert, genug Mehl für ein Fladenbrot zu mahlen? Im Kulturama können Besucher das selbst ausprobieren.

Wer sich auf einen kulinarischen Streifzug durch die Geschichte machen will, schreibt uns eine E-Mail mit dem Betreff «Wer isst denn da» an verlosung@higgs.ch. Wir verlosen 1×2 Einzeleintritte für Erwachsene im Wert von je zwölf Franken.

In der Ausstellung illustrieren beispielsweise ausgewählte Funde aus dem Kanton Solothurn verschiedene Aspekte der Ernährung: von der altsteinzeitlichen Wildbeuterei über eisenzeitliche Grabbräuche zu den grossen sozialen Unterschieden in der römischen Gesellschaft bis hin zur Wasserversorgung der mittelalterlichen Stadtbevölkerung. Ein besonderer Leckerbissen: Ein Geschirrschrank zeigt sonst nicht öffentlich zugängliche Funde der jungsteinzeitlichen Siedlung Mozartstrasse Zürich.

«Wer is(s)t denn da?» enthält zudem viele Aktivitätsstationen sowie die Kunstinstallation «Daily Bread» des US-amerikanischen Fotografen Gregg Segal.

Kulturama Museum des Menschen

Englischviertelstrasse 9
8032 Zürich
mail@kulturama.ch
www.kulturama.ch
Di-So, 13 – 17 Uhr
Morgens reserviert für Gruppen.
Museumspädagogische Angebote jederzeit nach Vereinbarung.
Eintritt: CHF 12 / 10 / 8
Sonderausstellung:
«Wer is(s)t denn da?» bis 4.8.2019

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