Das musst du wissen

  • Für einen Wettbewerb haben Forschende in der Schweiz Fotos und Videos ihres Arbeitsalltags eingereicht.
  • Sie gewähren eine einmalige Perspektive auf das Schaffen der Wissenschaftler.
  • Die Fotos der vier Gewinner und viele andere werden vom 10. Mai bis 2. Juni an den Bieler Fototagen ausgestellt.

Wissenschaft ist mehr als nur Zahlen, Diagramme und Studien: Dies beweisen die spektakulären Fotos, die Forscher beim Wettbewerb des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) eingereicht haben.

Eine internationale Jury mit Fachleuten aus Kunst, Museen und Wissenschaft hat aus 1200 Einsendungen vier Gewinner gekürt, heisst es in einer SNF-Mitteilung. Insgesamt wurden neun Frauen und fünf Männer ausgezeichnet, eine Professorin gleich doppelt.

Die prämierten und weitere eingereichte Beiträge werden an den Bieler Fototagen vom 10. Mai bis 2. Juni ausgestellt. Die Preisverleihung findet am 15. Mai statt.

Das sind die Siegerbilder:

Kategorie «Das Forschungsobjekt»

Teil des menschlichen GehirnsKevin Akeret / Universtität Zürich

Ein Foto von Kevin Akeret, Doktorand am Unispital Zürich. Es zeigt uns den mittleren Teil des menschlichen Gehirns mit der Zirbeldrüse, dem Thalamus und dem Hippocampus. Laut Jury zeigt das Foto «das Hirn als greifbaren Sitz unserer Gedanken und Emotionen und entmystifiziert die Neurowissenschaften.»

Kategorie «Die Frauen und Männer der Wissenschaft»

Frau fasst sich an StirnIsabela Stoian / Universität Fribourg

Isabella Stoian, Doktorandin an der Uni Freiburg, ist so konzentriert, dass es wehtut. Die Philologin entziffert fremde Handschriften und leidet ab und zu unter «Manuskript-Schmerz», wie sie es selber nennt. Die Jury findet, das Foto erinnere daran, dass das Denken im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht.

Kategorie «Die Orte und Werkzeuge»

Alte KücheKatrin Kaufmann / Universität Zürich

Das Foto von Katrin Kaufmann zeigt die Küche von Vladimir, einem Fachmann für islamische Kunstgeschichte in seiner Wohnung in St. Petersburg. Sie hat ihn im Rahmen ihres Doktorats an der Uni Zürich aufgesucht. Die Jury schreibt, dass «die Wissenschaft oft als globalisiertes Phänomen wahrgenommen wird, wodurch vernachlässigt wird, dass Forschung in einem kulturellen Umfeld geschieht und eng verbunden ist mit Örtlichkeiten.»

Kategorie «Video-Loop»

Last but not least holt sich Ali Amini, Doktorand an der EPF Lausanne, die Auszeichnung in der Bewegtbild-Kategorie. Die Jury dazu: «In einer faszinierenden Dramaturgie bewegt sich ein Gasstrahl in eine eindeutige Richtung».

Darüber hinaus hat die Jury acht weitere Fotos gewürdigt

Capture - Auszeichnung in der Kategorie "Die Männer und Frauen der Wissenschaft"
Carolina Elejalde (Doktorandin, Universität Lausanne)
Capture - Auszeichnung in der Kategorie "Die Männer und Frauen der Wissenschaft"
Sea change - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
Elisa Fornale (Professorin, Universität Bern)
Sea change - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
Rituelle Gegenstände populärer Religiösität - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
Anja Dreschke (Postdoc, Universität Bern)
Rituelle Gegenstände populärer Religiösität - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
The hidden forest - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
Adrian Meyer (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachhochschule Nordwestschweiz - FHNW)
The hidden forest - Auszeichnung in der Kategorie "Das Forschungsobjekt"
Make vortices not war - Auszeichnung in der Kategorie "Die Männer und Frauen der Wissenschaft"
Karen Mulleners (Professorin, EPFL)
Make vortices not war - Auszeichnung in der Kategorie "Die Männer und Frauen der Wissenschaft"
Nyiragongo - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
Matti Barthel (Technischer Mitarbeiter, ETH Zürich)
Nyiragongo - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
Regenfallsimulation in den Alpen - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
Florian Lustenberger (MSc Student, Universität Zürich)
Regenfallsimulation in den Alpen - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
Die Vergangenheit eines Flüchtlingslagers - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
Dolores Martin Moruno (SNF-Förderprofessorin, Universität Genf)
Die Vergangenheit eines Flüchtlingslagers - Auszeichnung in der Kategorie "Die Orte und Werkzeuge"
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