Das musst du wissen

  • Jährlich werden in der Schweiz über zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.
  • Ein kleiner und preisgünstiger Scanner soll das ändern. Er erkennt, ob Gemüse und Früchte noch frisch sind.
  • Entwickelt haben den Prototyp des Scanners Forschende des Fraunhofer Instituts.

Ob dieser Joghurt noch gut ist? Im Zweifelsfall lieber weg damit. So landen in der Schweiz jedes Jahr etwa 2.3 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall anstatt in unseren Bäuchen. Dies sagt eine Schätzung des Bundesamtes für Gesundheit. Weltweit sieht die Bilanz ähnlich aus: etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel werden weggeworfen, obschon sie noch frisch wären.

Ein neuartiger Scanner, der die Frische von Lebensmitteln bestimmen kann, soll hier Abhilfe schaffen. Forschende des Fraunhofer-Instituts und mehrerer technischer Hochschulen aus Deutschland haben den Scanner entwickelt.

Frische-Check auf Knopfdruck

Der Scanner, der im Moment als Prototyp vorliegt, stellt die Frische von Lebensmitteln per Infrarotlicht fest. Herzstück des mobilen Scanners ist ein Infrarot-Sensor, der den Reifegrad des Nahrungsmittels bestimmt und ermittelt, wie viele und welche Inhaltsstoffe es enthält.

Der Scanner kann durch die Analyse des reflektierten Lichts Rückschlüsse auf den Reifegrad und die chemische Zusammensetzung von Lebensmitteln liefern. Dabei soll er günstig herzustellen sein. So könnte er in Zukunft auch Konsumenten helfen, beim Einkauf festzustellen, welche Früchte und Gemüse sie kaufen können und welche nicht.

Der Scanner hat zudem ein praktisches Zusatzfeature: Er erkennt auch, ob Waren gefälscht sind. Beispielsweise soll er als Lachs falsch deklarierten Fisch erkennen, und gepanschtes Olivenöl bemerken.

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