Bild: Fotolia Das Klischee stimmt: Chefs sind tatsächlich häufig Machtmenschen.

Wer egozentrisch ist und andere manipuliert, macht Karriere – so lautet zumindest das gängige Vorurteil. Dass darin tatsächlich ein Funken Wahrheit steckt, haben nun Arbeitspsychologen der Uni Bern herausgefunden. Sie analysierten die Persönlichkeitsmerkmale von rund 800 deutschen Angestellten zwischen 25 und 34 Jahren. Die Daten wurden mit Gehalt und Position der Befragten verglichen. So konnten die Forschenden zeigen, dass folgende Persönlichkeitstypen erfolgreich sind: Die Manipulierer – sie denken strategisch und neigen dazu, andere für ihre Zwecke einzuspannen. Das bringt sie auf der Karriereleiter weiter nach oben: Sie besetzen häufiger eine Führungsposition als andere Mitarbeitende. «Ihnen ist Macht wichtiger als Geld», sagt Studienleiter Daniel Spurk.

Anders die Narzissten – sie haben ein übersteigertes Bild von sich selbst und ihren Fähigkeiten. «Deshalb können sie sich besonders gut verkaufen», sagt Spurk. Personen mit narzisstischen Tendenzen verdienen denn auch mehr als ihre Kollegen, wie die Studie zeigte. Solche und ähnliche Verhaltensweisen könnten sich auch andere Erfolgshungrige im Job zunutze machen, sagt Arbeitspsychologe Spurk. So könne es Vorteile haben, strategisch zu denken und nicht in allen Situationen zu nett zu sein.

Die Erstversion dieses Beitrags erschien am 23. Oktober 2015.
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